Stipendiaten

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Stipendiatin 2017: Marlene Lou Kleinerüschkamp

Marlene Lou Kleinerüschkamp ist am 26. April 1993 in Frankfurt am Main geboren und dort sowie in Marburg aufgewachsen. Seit dem Sommersemester 2013 hat sie Germanistik (unter Prof. Dr. Ingrid Bennewitz) und Anglistik an der Bamberger Otto-Friedrich-Universität studiert und legt in diesen Fächern gerade ihren Bachelorabschluss ab. Nach einem geplanten Praktikum im Projektmanagement der Kölner Frauen- und Menschenrechtsorganisation »medica mondiale« ab November 2017 wird sie voraussichtlich im Sommersemester 2018 ihr Masterstudium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin aufnehmen. Schon in jungen Jahren schrieb sie nicht nur für Schülerzeitungen, sondern auch für literarische Plattformen, gewann mehrere Literaturwettbewerbe und ein erstes Stipendium. Bereits als Schülerin lebte sie für ein Jahr in Los Angeles. Dort engagierte sie sich ehrenamtlich vor allem in der Krankenpflege und wurde dafür von ihrer Schule ausgezeichnet. 2013 bis 2014 war sie Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens. Während ihres Studiums in Bamberg wirkte sie von Februar 2014 bis August 2015 als Tutorin und Research Assistant am Lehrstuhl der Britischen Kulturwissenschaft Bamberg (unter Prof. Dr. Christa Jansohn); ihr Auslandssemester verbrachte sie an der Londoner Queen Mary University, wo sie am German Department ebenfalls als Tutorin wirkte. Diverse Praktika in den Bereichen Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von unterschiedlichen öffentlichen und karitativen Institutionen sowie in der Krankenpflege ergänzen ihre bisherige Ausbildung. Außerdem engagiert sie sich seit kurzem ehrenamtlich bei der Bamberger-Tafel e.V.

 

Die auf Wunsch Richard Wagners 1882 ins Leben gerufene Stipendienstiftung vermittelt alljährlich 250 jungen Sängern, Musikern und sonstigen Bühnenschaffenden sowie Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland den

kostenlosen Besuch von mehreren Aufführungen der Bayreuther Festspiele. Richard-Wagner-Verbände in aller Welt, die auch die Kosten tragen, wählen die Stipendiaten aus und ermöglichen ihnen eine mehrtägige Reise in die Welt Richard Wagners und der Bayreuther Festspiele. Neben drei Opernaufführungen – heuer sind es die Meistersinger-Neuinszenierung (Musikalische Leitung: Philippe Jordan, Regie: Barrie Kosky), Tristan und Isolde (Musikalische Leitung: Christian Thielemann, Regie: Katharina Wagner) und Die Walküre (Musikalische Leitung: Marek Janowski, Regie: Frank Castorf) – nehmen die Stipendiaten an kulturellen Vorträgen, Stadtführungen, Museumsbesuchen, Empfängen und dem Internationalen Stipendiatenkonzert teil und erhalten damit wertvolle Impulse für ihren weiteren Werdegang. Zahlreiche ehemalige Stipendiaten waren oder sind Mitwirkende der Bayreuther Festspiele. Über die Stipendientage von 14. bis 19. August 2017 wird Marlene Lou Kleinerüschkamp anschließend an dieser Stelle berichten. Sie bereitet außerdem für 2018 einen Vortrag zu unserem neuen Schwerpunktthema, zu Wagners Ring des Nibelungen, vor. Foto: Karlheinz Beer


Stipendiat 2018: Justus Böhm

Justus Böhm ist am 22. Januar 1993 in Nürnberg geboren und in Bamberg und in den Haßbergen aufgewachsen. Im Alter von fünf Jahren bekam er seinen ersten Klavierunterricht, mit zwölf folgte der E-Bass und ab 2007 unter dem Bamberger Symphoniker Christian Hellwich der Kontrabass. Während seiner Schulzeit am Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern wurde er Mitglied des Bamberger Jugendorchesters, im Jugendsymphonieorchester Oberfranken und im Bamberger Kammerchor, gewann den 1. Preis bei einem schulinternen Instrumentalwettbewerb und wurde in die studienvorbereitende Ausbildung an der Bamberger Musikschule aufgenommen. Nach dem Abitur 2011 leistete er den Bundesfreiwilligendienst bei der Arbeiterwohlfahrt in Ebern und ging mit dem Bayerischen Landesjugendorchester auf Konzerttournee. Im Oktober 2012 begann er sein Kontrabass-Studium am Mozarteum in Salzburg bei Prof. Christine Hoock und wurde im selben Jahr in das Sandor-Veigh Kammerorchester aufgenommen, mit dem er eine Tournee durch Italien bestritt. 2013 folgte mit dem Mozart-Opern Institut eine Konzertreise in die chinesische Sonderverwaltungszone Macao, 2014 konzertierte er als Gründungsmitglied der Mozarteum Klezmer Band in Budapest und Salzburg. 2015 ging er mit der Jungen Deutschen Philharmonie auf Konzertreise und trat bei einem Konzert des Kammermusikfestivals in

Lockenhaus unter Nicolas Altstaedt auf. Im selben Jahr stieg er als Bassist bei

der Bamberger Band Monkee Shuffle ein, im Jahr darauf gründete er die Bands Radio

Jazz Head und Kind of Orange und wurde Bassist im Blue Train Orchestra. 2016 begann sein paralleles Jazzbass-Studium an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Prof. Rudi Engel, das er voraussichtlich bis 2020 fortsetzen wird. Er besuchte Meisterkurse bei namhaften Kontrabassisten wie Thomas Jauch (Bayerisches

Staatsorchester), Edicson Ruiz (Berliner Philharmoniker), Dan Styffe (Oslo

Philharmonic Orchestra), Jeff Bradetich (Professor am College of Music der

University of North Texas) und Rick Stotijn (Swedish Radio Symphony Orchestra).

In diesem Jahr ist er Akademist der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart und

Stipendiat des Aurora Festivals in Stockholm. Im Oktober 2017 wird er am

Mozarteum seine Abschlussprüfung bestreiten, am 9. November 2017 folgt in Bamberg im Spiegelsaal der Harmonie sein Stipendiatenkonzert. Foto: Christopher Pfromm


Unsere Stipendiaten 2016 in Bayreuth

Erstmals in seiner Geschichte hat der Richard-Wagner-Verband Bamberg gleich drei jungen Nachwuchskünstlern den kostenlosen Besuch von drei Aufführungen der Bayreuther Festspiele ermöglicht. Unser Foto zeigt unsere Stipendiaten 2016 am 15. August vor dem Festspielhaus (von links): Florentine Schumacher, Sopranistin aus Frankfurt, Bartosz Szulc, Bassist aus Łódź, sowie die aus Japan stammende Pianistin und Korrepetitorin Yuka Beppu, die alle drei 2015 erstmals bei der Zauberflöte-Produktion der SommerOper Bamberg aufeinander trafen und als Papagena, Sarastro bzw. Glockenspiel-Spielerin mitwirkten. Auch das Bamberger Publikum darf sich auf ein Wiedersehen freuen. Am 17. November bestreiten die drei im Spiegelsaal der Harmonie unser großes Stipendiatenkonzert. (Mehr Infos zu unseren Stipendiaten finden Sie unter dem entsprechenden Punkt in der Menue-Leiste oben)

 

Die auf Wunsch Richard Wagners 1882 ins Leben gerufene Stipendienstiftung vermittelt alljährlich insgesamt 250 jungen Sängern, Musikern und sonstigen Bühnenschaffenden aus dem In- und Ausland den kostenlosen Besuch von mehreren Aufführungen der Bayreuther Festspiele und verschafft ihnen damit wertvolle Impulse für den weiteren künstlerischen Werdegang. Zahlreiche ehemalige Stipendiaten waren oder sind Mitwirkende der Bayreuther Festspiele. Die Stipendiaten unternehmen eine fünftägige Reise in die Welt Richard Wagners und der Bayreuther Festspiele. Neben den Opernaufführungen – heuer konnten die Stipendiaten am Sonntag den Fliegenden Holländer, am Montag Parsifal und am Dienstag Götterdämmerung im Festspielhaus erleben – stehen Einführungsvorträge, eine Kranzniederlegung am Wagnergrab, diverse Führungen, Empfänge und Museumsbesuche auf dem Programm. Zum Abschluss der Veranstaltungen findet diesmal am 17. August ein öffentliches Konzert von ausgewählten Stipendiaten im Großen Haus der Stadthalle Bayreuth statt.                                        Foto: Jürgen Gröbel 

 

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Marimbaklänge im Bruderwald

Felix Uttenreuther, unser letztjähriger Stipendiat, gibt auf Einladung der Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit Sarah Rempe am 4. August 2016 von 19 bis 21 Uhr im Bruderwald ein Konzert, das unter dem Motto »Lausch mal!« steht. Die Darbietung findet auf der Erlebniswiese des Walderlebnispfades statt (www.erlebe-bruder-wald.de), der Eintritt ist frei. Die Erlebniswiese ist ausgeschildert ab Eingang Bruderwald hinter dem Klinikum Bamberg (an der Wendeschleife der Buger Straße, 96049 Bamberg). Parkplätze sind leider nur in begrenzter Anzahl am Waldparkplatz/P Klinikum vorhanden. Mit dem Stadtbus (VGN) ist der Bruderwald aber gut über die Linien 918 und 937 Haltestelle »Am Bruderwald« (zeitweise »Klinikum«) erreichbar. Fahrräder können direkt an der Erlebniswiese abgestellt werden. Für eine kleine Erfrischung wird gesorgt. Es gibt jedoch weder Stühle noch ein Zelt. Bei schlechtem Wetter muss das Konzert leider ausfallen. Als Sitzgelegenheiten stehen einige Baumstämme zur Verfügung. Klappstühle oder Decken wären empfehlenswerte Accessoires für den Konzertabend. Die Vogelwelt wird wohl kurzzeitig verstummen ob des Trommelwirbels. Vielleicht hören sich aber auch die Spechte des Bruderwaldes ein Stück ab von der ausgefeilten Technik des Schlagzeugsounds und trommeln künftig in modernen Rhythmen. Wie auch immer: »Der Wald legt das Lauschen nahe« (Hermann Hesse).

 

Für Felix Uttenreuther geht das Jahr übrigens gut weiter: Ab der kommenden Spielzeit ist er Akademist bei den Nürnberger Philharmonikern im Opernhaus. Diese Stelle sieht neben dem Mitwirken bei monatlich fünfzehn Proben und Konzerten auch Unterricht bei Orchestermusikern sowie Probespieltrainings vor und geht über den Zeitraum von zwei Jahren. Wir gratulieren und freuen uns mit ihm. Unser Bild zeigt ihn bei der Eröffnung des Mahnmals für Widerstand und Zivilcourage am 25. Juni 2016 (mit Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und OB Andreas Starke im Hintergrund). Foto: Mechthildis Bocksch/Willi-Aron-Gesellschaft Bamberg

 

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Auftritt zur Mahnmal-Enthüllung

Unser Stipendiat von 2015, der Schlagzeuger und Perkussionist Felix Uttenreuther, sorgt am 25. Juni 2016 für die musikalische Umrahmung bei der Enthüllung des Widerstands-Mahnmals im Harmoniegarten Bamberg. Das von der Willy-Aron-Gesellschaft initiierte, von Bildhauer Albert Ultsch künstlerisch umgesetzte Mahnmal mit Bronzebüsten auf Stelen erinnert an drei Personen, die symbolisch für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Region stehen: Willy Aron als Vertreter der Justiz und des politischen Widerstands der SPD, Hans Wölfel als Anwalt und Vertreter des kirchlichen Widerstands und Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Vertreter des Widerstands innerhalb des Militärs.

Die Mahnmal-Enthüllung startet um 11 Uhr zunächst mit einem Festakt im E.-T.-A.-Hoffmann-Theater. Neben Festansprachen von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Prof. Dr. Susanne Talabardon von der Bamberger Universität steht unter anderem auch die Uraufführung der Kammersymphonie in fünf Sätzen Aufbruch/Widerstand/Stille von Eduard Resatsch, hauptberuflich Cellist bei den Bamberger Symphonikern, auf dem Programm. Um 12 Uhr folgt im Harmoniegarten die offizielle Mahnmal-Enthüllung, die musikalisch von unserem Stipendiaten umrahmt wird.    

 

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