Presse

 

 

Fränkischer Tag Bamberg, Lokales, Mittendrin-Seite, 21. August 2017


Fränkischer Tag/Coburger Tageblatt u.a., Feuilleton, 24. April 2017


Fränkischer Tag, Lokales, 20. April 2017


Stadtecho, April 2017, S. 22 bis 24, Text: Heike Jacob


Theaterzeitung des Landestheaters Coburg, März/April 2017


Fränkischer Tag, Feuilleton, 4./5. März 2017

Pressetermin zur »Parsifal«-Werkstatt

Ohne Wagner geht’s einfach nicht: beim Pressegespräch vor der „Parsifal“-Werkstatt-Plakatwand im Hotel Bamberger Hof rechts Dr. Jasenka Roth, Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Bamberg und links ihre Stellvertreterin Monika Beer. Foto: Erich Weiß
Ohne Wagner geht’s einfach nicht: beim Pressegespräch vor der „Parsifal“-Werkstatt-Plakatwand im Hotel Bamberger Hof rechts Dr. Jasenka Roth, Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Bamberg und links ihre Stellvertreterin Monika Beer. Foto: Erich Weiß

 

In einer Werkstatt wird bekanntlich gern gewerkelt. Und es gibt im Idealfall genügend Handwerkszeug, um beispielsweise einem Koloss wie dem von

Richard Wagner so bezeichneten Bühnenweihfestspiel »Parsifal« beizukommen. In

diesem Sinne haben sich der Richard-Wagner-Verband Bamberg und das

Landestheater Coburg unter dem Titel »Parsifal«-Werkstatt zu einer konzertierten Aktion zusammengetan. Klingt ganz schön anspruchsvoll. Ist es auch.

 

Begleitend zur Coburger Neuinszenierung von Wagners »Parsifal«, die ab 9. April auf dem Spielplan steht, veranstalten der Bamberger Wagner-Verband und das Coburger Theater am 22. und 23. April ein Symposium. Die so genannte »Parsifal«-Werkstatt unter der Schirmherrschaft von Bambergs

Oberbürgermeister Andreas Starke richtet sich sowohl an Wagner-Neulinge wie

-Fortgeschrittene und startet am 22. April im Grünen Saal der Harmonie in

Bamberg mit Einführungen, Vorträgen und Gesprächen, die jeweils maximal 30

Minuten dauern.

 

Die Referenten sind Künstler wie Christoph Schlingensiefs »Parsifal«-Bühnenbildner Thomas Goerge (Hallbergmoos), Generalmusikdirektor Roland Kluttig und Tenor Roman Payer (Coburg), renommierte Autoren, Musikjournalisten und -wissenschaftler wie Tom Artin (New York), Stephan Mösch (Karlsruhe), Holger Noltze (Dortmund) und Sabine Zurmühl (Berlin), der Coburger Intendant Bodo Busse sowie Studenten der Philologie des Mittelalters an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter ihrer Professorin Ingrid Bennewitz, welch letztere über ihre eigene

Parsifal-Sicht und Themen wie Generationswechsel und Empathie, Identitäts- und

Sinnsuche sprechen.

 

Der erste Tag endet mit einer geschlossenen Vorstellung des Films »Perceval le Gallois« von Eric Rohmer aus dem Jahr 1978 (in französischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln), in den Ingrid Bennewitz einführt. Am 23. April um 10 Uhr folgt wiederum in Bamberg eine von Holger Noltze moderierte Podiumsdiskussion mit Referenten sowie Regisseur Jakob Peters-Messer und Dirigent Roland Kluttig vom Leitungsteam des Coburger »Parsifal«. Am Nachmittag – und zum krönenden Abschluss – fährt eine große Besuchergruppe aus Bamberg nach Coburg zur um 16 Uhr beginnenden »Parsifal«-Vorstellung im Großen Haus des Landestheaters.

 

Werkstatt-Anmeldeschluss ist der 3. April. Als Unkostenbeitrag für die Vorträge am 22. April werden von Nicht-Mitgliedern des Vereins 25 Euro erhoben; der Filmabend und der Operneintritt samt Busfahrt kosten extra. Ausführliche Infos finden Sie auf der Homepage des Richard-Wagner-Verbands Bamberg unter www.rwv-bamberg.de

 

Mit dem »Parsifal«-Stoff setzt sich der neugierige Verein unter anderem auch bei seiner alljährlichen großen Musik- und Kunstfahrt auseinander, die heuer Anfang Juni nach Wien führt: zur Uraufführung der Oper »Mondparsifal Alpha 1-8« des

ehemaligen Villa-Concordia-Stipendiaten Bernhard Lang in der Inszenierung des

aus Bayreuth wieder ausgeladenen Jonathan Meese, zu den Musikergräbern auf dem Zentralfriedhof und einer »Götterdämmerung« in der Staatsoper. Klingt ganz schön morbid. Ist es auch.

 

Siehe auch »Parsifal« unter der Lupe in der Bamberger Online-Zeitung

 

***

 

 

Fränkischer Tag, Feuilleton, 19. Februar 2017

 

Jubel, Streit und Lästerzungen

Oswald Georg Bauer hat eine monumentale Geschichte der Festspiele verfasst, die er in einer Veranstaltung des Bamberger Richard-Wagner-Verbands vorstellte.

 

Von Rudolf Görtler

Bamberg/Bayreuth. Es gibt Bücher, die nicht für die Saison geschrieben sind, sondern deren Wert sich erst im Verlauf der Jahrzehnte erweist. Hohe Auflagen haben sie nicht, werden von wenigen Fachleuten und Enthusiasten erworben, sind aber unschätzbar in Bibliotheken. Ein solches Buch hat Oswald Georg Bauer geschrieben bzw. es sind zwei Bände, die auf knapp 1300 großformatigen und großzügig bebilderten Seiten die Geschichte der Bayreuther Festspiele schildern. In einer Veranstaltung des Richard-Wagner-Verbands Bamberg stellte er sein Jahrhundertopus vor.

 

Der Theaterwissenschaftler Bauer war von 1974 bis 1985 Dramaturg beim Festspielleiter Wolfgang Wagner und seit 1976 auch Leiter des Pressebüros, von 1986 bis 2008 freier Mitarbeiter von Wolfgang Wagner, von 1986 bis 2004

Generalsekretär der Akademie der Schönen Künste in München. An seiner

Geschichte arbeitete er seit 1989, wertete Quellen aller Art wie Briefwechsel,

Sekundärliteratur, Bilanzen u. v. a. aus.

 

Nationaldeutsche Kunst

Bauer schaffte es, einen Abriss seiner Riesenbände in einen gut einstündigen Vortrag zu packen: klar, gut strukturiert, sachlich. Vortrefflich arbeitete er heraus, wie das Welttheater Richard Wagners – der 1850 noch ein Bretterhaus bauen wollte, das nach der Aufführung abgerissen werden sollte – unter der Fuchtel seiner Witwe Cosima nach den ersten Festspielen 1876 zusehends zu einer nationaldeutschen Kunst verkam. Unter dem Einfluss ihres Schwiegersohns Houston Stewart Chamberlain wandelten sich die Festspiele zu Manifestationen der

antirepublikanischen, antisemitischen Kräfte in der Weimarer Republik. Bereits

am 1. Oktober 1923, wenige Wochen vor seinem Putsch in München, besuchte Hitler

das erste Mal die Wagner-Familie. Während des Dritten Reiches war die Straße

zum Festspielhaus mit Hakenkreuzfahnen drapiert, Verwundete und

Rüstungsarbeiter besuchten die Aufführungen, die wie zum Hohn von hoher

künstlerischer Qualität waren.

 

Nach dem Krieg gelang Wieland Wagner mit abstrahierenden Inszenierungen ein Neuanfang, gegen manche Widerstände der – nennen wir sie vorsichtig so – Traditionalisten. Wolfgang Wagner setzte diverse Regisseure ein, eine Tannhäuser-Inszenierung von Götz Friedrich provozierte 1972 einen Skandal, der noch übertroffen wurde vom so genannten »Jahrhundert-Ring« Patrice Chéreaus und Pierre Boulez’ 1976. Breiten Raum widmete Bauer in seinem Vortrag den tumultuarischen Szenen, als zum letzten Mal diese Götterdämmerung zu erleben war, und dem Run auf die Karten: »Es wurde gebettelt, es wurde gedroht, es wurde geweint, es wurde intrigiert, gelogen und bestochen, und es wurden Schwarzmarktpreise bezahlt …«

 

In der Folge versuchte der Chronist, eine Lanze für die seiner Meinung nach unterschätzten Regieleistungen seines Mentors Wolfgang Wagner zu brechen. Der und Daniel Barenboim hätten 1996 bewusst die Meistersinger von der deutschen National- und Fest-Oper absetzen und eine Zeitstimmung, die Jahre nach der Wiedervereinigung, reflektieren wollen.

 

Mit dem neuen Jahrtausend lässt Bauer die »systematische Darstellung der Festspielgeschichte« enden; er handelte sie auch im Vortrag summarisch ab, da der kurze historische Abstand eine endgültige Beurteilung noch nicht erlaube. Was ein Beweis für den nüchternen Blick und die Objektivität des Autors ist. Er schloss mit einem Bekenntnis zu Wagners »Weltgleichnis« als Parabel auf Gier und die Anhäufung gigantischer Geldmengen. »An keiner Kunststätte ist soviel gestritten, gekämpft, gejubelt und gelästert worden wie auf diesem sanften Hügel«, zitierte Bauer einen Fachmann. Und das wird wohl auch so bleiben.

 

 

Bamberger Onlinezeitung, 9. Februar 2016

Fränkischer Tag, Leserbriefe, 11. Februar 2016

 

Das Genie war anwesend

Nike Wagner referierte in Bamberg über Wagner und Beethoven

 

»Solange Kunde über Sein und Wirken eines Menschen überliefert wird, befehden sich Parteigänger und Feinde über ihre Auslegung… Wer soll dazu imstande sein, die Summe dieser Missverständnisse zu tilgen? Der kritische Verstand und seine Methoden? Sie werden selbst immer bedingt sein vom Gefühl des richtenden, wählenden Individuums und seiner Epoche.«

Weise Worte. Von Carl Jakob Burckhardt. Auch Richard Wagner hat nach wie vor Parteigänger und Feinde. In Bamberg sollen sich im 19. Jahrhundert Brahmsianer und Wagnerianer heftigst befehdet haben.

Auf nahezu geniale Weise hat neulich Nike Wagner in einem Bamberger Vortrag in die Fehden um ihren Vorfahren eingegriffen: Sie setzte bei Beethoven an. Da rannte sie in unserer Stadt freilich offene Türen ein – und das Publikum die Tore des VHS-Vortragssaals. War es doch unser E.T.A. Hoffmann, der mit seinen berühmten Beethoven-Rezensionen dessen Ruhm entscheidend förderte. Außerdem: Wenn ein Thema aus einer der bedeutendsten deutschen Familien, den Manns oder den Wagners, verhandelt wird, dann kommt »man«.

Was tat eigentlich der junge Richard, fragte sich Nike, um das Komponieren zu lernen? Er schrieb die Sinfonien Beethovens ab! Na gut, das Abschreiben kennen wir ja in Oberfranken recht gut. Im Fall Wagner kam etwas Grandioses dabei heraus (und in einem gewissen anderen Fall wird der »kritische Verstand« möglicherweise dereinst auch noch einmal anders darüber denken, oder?).

Wagner schrieb ab, so wie sie in den mittelalterlichen Klöstern über Jahrhunderte abschrieben oder Spitzweg in der Pommersfeldener Galerie Gemälde kopierte. Wagner interpretierte, verwandelte, mischte neue Klangfarben bei und arbeitete schließlich ganz neue Gedankengebäude und Ideologien ein: unter anderem das Mythologische, das Aufklärerische und das Nationale.

Aber Nike Wagner blieb in ihrem Vortrag nicht beim Dokumentarischen stehen, wie leider viele Wissenschaftler heutzutage; sie analysierte und deutete Richard Wagners Schaffen, in dem übrigens das Bombastische keineswegs den Ton angibt.

Woher kam er denn nun, dieser »Blitz des Geistes«, der sein Epoche machendes Werk entstehen ließ? Alles kann man nicht erklären, sollte man meinen. Aber man kann es erahnen – wenn man dem kritischen Verstand dieser kreativen Seelenverwandten begegnet, die Sein und Wirken des großen Geistes mit dem Herzen weiterträgt. Wir gingen und wussten mehr über Wagners »Anteil an Freiheit« (Burckhardt).

Andreas Reuß, Bamberg, Februar 2016

***

 

 

 

 

Fränkischer Tag, Feuilleton, 9. Februar 2016 

 

 

 

 

Stadtecho Bamberg, Ausgabe Februar 2016: 

Richard-Wagner-Verband Bamberg e.V.

»Wir haben keine Scheuklappen!«

 

Richard Wagner lebt! Kaum ein Opernkomponist hat ein derart nachhaltiges und polarisierendes Erbe hinterlassen wie er. Jährlich unter großer gesellschaftlicher Aufmerksamkeit stattfindende Festspiele, Aufführungen weltweit, so gut wie ständig geführte Diskussionen um seine Werke, seine Person, seine Ansichten und Nachkommen tragen ebenso zu seinem Andenken bei wie zahlreiche regionale Wagner-Verbände. Einer, bei dem die Dinge derzeit sehr gut laufen, ist der Richard-Wagner-Verband Bamberg.  Seit seiner Neugründung 2003 blüht er in jüngster Zeit regelrecht auf. Ein Highlight 2016 wird der Vortrag von Nike Wagner, einer Urenkelin Richards, sein. Das Stadtecho hat sich mit der ersten und der zweiten Vorsitzenden des Verbandes, Jasenka Roth und Monika Beer, zum Gespräch getroffen.

 

Frau Roth, Frau Beer, wie ist der Zuspruch für den Richard-Wagner-Verband Bambergs?

Jasenka Roth: Wir haben aktuell 83 Mitglieder und der Zuspruch ist ausgezeichnet. Unsere Veranstaltungen sind sehr gut besucht – so gut, dass manche Gastredner erstaunt sind, wie viele Zuhörer kommen. Bei unserem Stipendiatenkonzert im letzten Jahr waren es sogar über zweihundert. Das liegt weit über dem Durchschnitt und hat hauptsächlich damit zu tun, dass unser Programm interessant und breit gefächert ist. Unsere Veranstaltungen sind offen für alle Besucher und der Eintritt ist immer frei. So kommen die verschiedensten Menschen, nicht nur Musikliebhaber oder Wagnerianer zusammen. Ein solches Publikum ist für uns bereichernd und willkommen. 

 

Weshalb läuft es bei Ihrem Verband so gut?

Monika Beer: Man trifft bei uns interessante Leute, die Kommunikation ist immer lebhaft und lehrreich und man kann neue Kontakte knüpfen. Seit Frau Roth Vorsitzende ist und ich mehr Zeit für Konzeption und Programmplanung habe, ist es uns gelungen, die Attraktivität unserer Themen und Referenten zu steigern. Es geht nicht immer nur um Richard Wagner, wir behandeln auch Themen, die mit ihm nur am Rande zu tun haben. Und wir haben renommierte Referenten, die normalerweise nicht zu den kleineren Verbänden kommen – Udo Bermbach, einer der wichtigsten Wagnerautoren, war im Dezember bei uns, und wie Nike Wagner jetzt im Februar.

 

Was ist die Faszination an Wagner? Wie sehen Sie den Kult und die Kritik an ihm?

JR: Zur Kritik an ihm, den berechtigten Vorwürfen des Antisemitismus, sage ich,

dass wir diese dunklen Schatten sehr klar wahrnehmen und dass wir uns damit auseinandersetzen. An diesen Aspekten kommen wir nicht vorbei. Im Gegenteil, auch in unseren Vorträgen befassen wir uns mit dieser Thematik.

MB: Wir gehören nicht zu den Verbänden, die das lieber verharmlosen. 

JR: Was wieder einer der Gründe ist, warum wir so viel Zuspruch erfahren und immer mehr Zuhörer haben.

MB: Trotz und ein bisschen auch wegen der dunklen Stellen lohnt sich die Auseinandersetzung mit Wagner. Beleuchtet man ihn, beleuchtet man immer auch die Zeit, in der er lebte. Und seine musikdramatischen Werke sind ein wunderbarer Spiegel für alle. Seine Themen sind zeitlos und relevant, darum findet sein Werk auch so viel Resonanz: Es geht um Herrschaft, Macht und Unterdrückung, um Liebe, Begehren und Hass, um zutiefst Menschliches, das uns immer  beschäftigen wird.

JR: Und natürlich ist seine Musik einzigartig und inspirierend. Sie lässt für uns alle genug Interpretationsraum. Außerdem ist Wagner nach wie vor der einzige Komponist, der für die Aufführung seiner Werke ein eigenes Theater bauen ließ. Es ist ein Privileg, sich Tag für Tag mit seinem Werk auseinander zu setzen und daran zu wachsen.

MB: Ich habe rund vierzig Jahre über Wagner geschrieben, habe Hunderte von Aufführungen erlebt und lerne immer noch dazu. Mit Wagner kommt man zu keinem Ende, es gibt so viele Facetten in seiner Musik, in seinem Werk und Leben, dass die Faszination einfach nicht aufhört.

 

Auf Ihrer Homepage heißt es: Der RWV Bamberg ist ein Forum für alle Musik- und Kunstfreunde. Was bedeutet das?

JR: Unsere Arbeit ist hauptsächlich organisatorischer Natur. Die sechs Mitglieder des Vorstands treffen sich in regelmäßigen Abständen und konzipieren das Programm, suchen Referenten und die passenden Räume aus. Wir beraten, wofür wir unsere Finanzen aufwenden, die uns dank der Mitgliederbeiträge und privater Spenden zur Verfügung stehen. Unser Dank gilt dabei der Stadt Bamberg für ihre Unterstützung und dem Hotel Bamberger Hof, das seine Seminarräume zur Verfügung stellt.

MB: Darüber hinaus fahren wir regelmäßig zu Opernvorstellungen, und zwar nicht nur in der Region. Dieses Jahr geht unsere große Musik- und Kunstreise zum Beethovenfest in Bonn, zu Museums- und Galerienbesuchen und zu einer Musiktheateruraufführung der Ruhrtriennale, denn wir haben keine Wagner-Scheuklappen.

 

Können Sie das alles alleine schultern?

JR: Nein, natürlich nicht. Wir richten einen Teil unserer Veranstaltungen und Aktivitäten zusammen mit anderer Institutionen aus, zum Beispiel mit der VHS, der Stadtbücherei oder, wie demnächst im Juni 2016, auch mit der Katholischen Hochschulgemeinde Bamberg. Wir kooperieren seit vielen Jahren auch mit der Sommer Oper Bamberg. Schließlich haben wir auch Stipendien zu vergeben.  

 

Was ist das für ein Stipendium?

MB: Die Idee stammt noch von Richard Wagner selbst, kostenlose Festspiele waren eigentlich sein Wunschtraum. Immerhin sind es alljährlich zweihundertfünfzig Nachwuchskünstler, die aus den weltweiten Wagnerverbänden ein Stipendium bekommen, das heißt, sie können drei Festspielvorstellungen in Bayreuth erleben und Kontakte zu anderen Künstlern knüpfen.

JR: Seit unserer Neugründung im Jahr 2003 hatten wir dreizehn Stipendiaten, zumeist junge Sängerinnen und Sänger, aber auch Instrumentalisten und eine Bühnen- und Kostümbildnerin. Wir bemühen uns auch, mit unseren Stipendiaten in Kontakt zu bleiben. 2016 können wir sogar erstmals drei Stipendiaten nach Bayreuth schicken, die bei der Zauberflöte der Sommeroper im vergangenen Jahr mitgewirkt haben. 

 

Was erwartet das Publikum am 6. Februar bei Nike Wagners Vortrag?

MB: Es wird bei Wagners Beethoven darum gehen, was Wagner in Beethoven sieht, was er von ihm lernt, wie er ihn deutet – und wie er ihn möglicherweise benutzt. Nike Wagner ist die intellektuelle Speerspitze der Wagnernachkommen und eine brillante Rednerin. Und als Intendantin des Bonner Beethovenfests prädestiniert für dieses Thema.

 

Text & Foto: sq / Stadtecho Bamberg Februar 2016

 

Aktuelle Informationen finden Sie unter

www.rwv-bamberg.de

 

Jasenka Roth (links) und Monika Beer (rechts), 1. und 2. Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Bamberg e.V.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fränkischer Tag, Feuilleton, 10. März 2015