Moderner Kosmopolitismus

»Als Germanisten«, sagte Fiona Walter, Studentin des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Bamberger Otto-Friedrich-Universität, eingangs ihres Kurzvortrags zu unserer Parsifal-Werkstatt, »hoffen wir, die literarische Radix von Wagners Oper, also gleichsam die mittelalterliche Textgrundlage, in den Fokus der Betrachtung einbeziehen zu können und damit die gemeinsame Auseinandersetzung um diesen Gesichtspunkt gewinnbringend zu erweitern.« Hier Fiona Walters Betrachtungen zum Parzival Wolframs von Eschenbach aus subjektiver Sicht:

 

Wie wir alle wissen, sind viele prominente und kanonische Zeugnisse der Neueren deutschen Literatur sowie der Operntradition des 19. Jahrhunderts geprägt durch die explizite wie implizite Rezeption mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Stoffe. Die Ursprünge dieser Stoffe, wie auch frühere Auseinandersetzungen mit ihnen, haben allerdings oft so sehr an Bekanntheit eingebüßt, dass die neuzeitlichen

Rezeptionsprodukte sie in dieser Hinsicht längst überstrahlen. So lässt sich beispielsweise leicht glauben, Goethe sei der geistige Vater der Faustfigur oder, passend zu unserem Thema, Richard Wagner der Urheber des Parzivalstoffs. Die mittelalterliche Quellen selbst offenbaren natürlich anderes: dies führt mich zurück auf den ursprünglichen Parzival, die Angriffsfläche für uns Philologen, d.h. den

Roman Wolframs von Eschenbach, datiert zwischen 1200 und 1210, mit einem Umfang von knapp 25 000 paargereimten mittelhochdeutschen Versen.

 

Wagners Bühnenweihfestspiel entspinnt sich als Menschwerdungs- und Erlösungsprozess Parsifals mit dem Gral als ideellem Dreh- und Angelpunkt. In der textlichen Vorlage allerdings schaltet Wolfram von Eschenbach eine komplexe Hinführung vor, die bei Wagner zwar komplett ausgespart wird, im Roman jedoch die ersten beiden und die zwei letzten der insgesamt sechszehn Bücher einnimmt (d.h. ungefähr ein Viertel des Gesamtumfangs). Neben der Bedeutung der Figur Parzivals als Kristallisationspunkt der Handlung möchte ich hier auf diese allein dem Roman vorbehaltene Rahmenhandlung hindeuten, die selbst für einige ungeahnte Entdeckungen dient.

 

Es verhält sich tatsächlich so, dass noch bevor der Protagonist überhaupt geboren wird, und noch bevor die Artus- und Gralswelt als Kulisse von Parzivals eigentlichem Entwicklungsprozess eröffnet wird, die Rahmenhandlung – um genau zu sein – nicht weniger als einen Streifzug durch den Großteil der gesamten um 1200 bekannten Welt bietet. Es ist eine außerordentliche räumlich-geographische Gestaltung, die speziell diese besagte rahmende Handlungsstrang rund um Parzivals Vater Gahmuret und seinen Halbbruder Feirefiz offenbart: Wolfram hat ihn mit einer faszinierenden, ja wie ich finde geradezu verblüffenden Weitläufigkeit ausgestattet, die ich hier gerne hervorheben möchte. Zur Illustration ein kurzer Abriss: nach den ersten 400 Versen nimmt der Text seinen Leser zunächst mit zum Baruc, dem Kalifen von Bagdad, daraufhin ohne Umschweife in das von Belakane beherrschte fiktive Königreich Zazamanc in Afrika. Zwischenstationen in Marokko, Persien, und mehreren Städten des Nahen Ostens, darunter Damaskus, werden schlicht in Halbsätzen abgehandelt. Über das maurisch geprägte Toledo in Spanien findet Gahmuret schließlich nach Westeuropa auf heute französischen Boden zurück, wo er nunmehr auf Herzeloyde (bei Wagner »Herzeleide« trifft). Sein erster Sohn Feirefiz lässt sich am Ende des Romans zuletzt als neuerdings getaufter, christlicher Herrscher im fernen Indien nieder.

 

Es ist hier ein, wie ich finde, beeindruckend moderner Kosmopolitismus, der bereits auf den ersten Seiten aus Wolframs Parzival spricht. Die Rahmenhandlung rund um Gahmuret und Feirefiz ist eine Neuschöpfung Wolframs abseits der Autorität seiner französischen Vorlage, sie wurde von Wagner im Parsifal – mit Ausnahme zweier minimaler Andeutungen Kundrys – nicht rezipiert, aber gerade hier beweist sich die oft ausgemachte Liberalität und die kulturelle Offenheit, die der hochmittelalterlichen Epik eigen ist. Ähnliche Betrachtungen sind beispielsweise auch zu Wolframs Roman Willehalm, dort besonders in Verbindung mit dem Gedanken religiöser Toleranz, gemacht worden. Auch das Vielvölkertreffen des Hunnenkönigs Etzel im Nibelungenlied ist hier wohl in gewisser Weise anschlussfähig. Im Parzival berühren sich auf diese Art ganz nebenbei Orient und Okzident in einer fast utopisch anmutenden Synthese; vor allem am Ende in der Verbindung von Parzivals heidnischem Halbbruder Feirefiz und der Schwester des Gralskönigs wird dies besonders deutlich. Die Annahme, die dahinter steht, ist wohl die, dass kulturelle Eliten, d.h. im Hochmittelalter der Feudaladel, sich auf habituelle

Gemeinsamkeiten und den Vorbildcharakter ihrer Kulturleistungen, z.B. die

Prachtentfaltung ihrer Hofhaltung, ungeachtet geographischer Grenzen berufen

können, oder frei nach Goethe: »Ein edler Mensch zieht edle Menschen an.«, weil ein Zusammengehörigkeitsgefühl durch ähnliche adelige Lebensführung sowohl im Morgen- als auch im Abendland besteht. 


Zeitgenosse Parzival

Videobeitrag der Studentin Marlene Lou Kleinerüschkamp zur Parsifal-Werkstatt


Werkstatt-Referenten aktuell

Prof. Dr. Holger Noltze, der uns am Samstag über Wagners Umgang mit der Vorlage Wolframs von Eschenbach informiert und am Sonntag das Podiumsgespräch moderiert, hat gerade den Relaunch der von ihm mitgegründeten Online-Plattform »takt1« hinter sich gebracht. Klassische Musik gibt es im Internet reichlich – allerdings ist die Suche beschwerlich und die Qualität nur selten zufriedenstellend. takt1 ist die erste digitale Plattform, die die Möglichkeiten des Internet für Mozart, Bach, Beethoven und Boulez ausschöpft. takt1 bietet nicht nur mehr als 1300 handverlesene Videos, Mitschnitte von Symphonien, Opern, Kammer-, Klavier- und Chormusik – zu jedem Werk gibt es eine Fülle von Informationen für Einsteiger und Liebhaber: Einführungen, Rezensionen, Noten. »Das Netz ist ein Ozean von Inhalten, aber je mehr es gibt, desto komplizierter und aufwändiger wird die Suche«, sagt Holger Noltze, takt1-Mitgründer und Musikjournalismus-Professor an der TU Dortmund: »Wir finden und kuratieren das Beste - mit täglich frischen Tipps, sachverständig und unabhängig.« takt1 setzt auf gute Inhalte: exklusive und lizenzierte Aufführungen stehen neben kostenlosen Angeboten. Zum Service gehören auch tägliche Audio-Empfehlungen und eine auf klassische Musik zugeschnittene Suchfunktion. Die Autoren und Kolumnisten sind Fachleute, darunter der deutsche Stimmen-Papst Jürgen Kesting und der renommierte Musikwissenschaftler Martin Geck, aber auch Junior-Experten mit jungem Blick auf das Thema Klassik. Zum Gründungsteam von takt1 gehört auch Benedikt Stampa, noch Intendant am Konzerthaus Dortmund und designierter Intendant des Baden-Badener Festspielhauses: »Jeden Abend finden in den Konzerthäusern sensationelle Konzerte statt. takt1 wird die digitale Bühne für die spannendsten Künstler an den interessantesten Orten.« Die Plattform setzt auf Kooperationen mit Künstlern und Spielorten, eine kluge Mischung aus Übernahmen und Eigenproduktionen. Die ersten Erfahrungen mit Live-Streams, etwa dem Mahler Chamber Orchestra unter Daniel Harding, waren »extrem ermutigend, sowohl technisch wie ästhetisch.« Stampa und Noltze sind überzeugt, dass das Internet die klassische Musik neu erschließen wird – und das weltweit. Deshalb gibt es neben der deutschsprachigen Ausgabe takt1.de schon jetzt das englische takt1.com: Gerade konnte das Angebot mit neuem Layout gestartet werden, entweder als Premium-Abo oder einem kostenlosen Bereich für registrierte Nutzer. Der Premium-Preis von 15 Euro im Monat entspricht dem, was reine Video-Plattformen kosten. Die Gründer sind sich aber sicher: takt1 hat mehr zu bieten.

 

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Prof. Dr. Stephan Mösch, der am 22. April ideengeschichtliche und aufführungsästhetische Hintergründe der Gralsoper beleuchten und tags darauf auch beim Podiumsgespräch aktiv sein wird, ist gerade dabei, ein Mammutprojekt zu beenden, an dem er als Herausgeber seit über dreieinhalb Jahren gearbeitet hat: Im Juni 2017 soll im Bärenreiter Verlag in Kooperation mit der Hochschule für Musik Karlsruhe das Handbuch Komponieren für die Stimme. Von Monteverdi bis Rihm erscheinen. In der Verlagsankündigung heißt es: Was Rainer Maria Rilke mit dem »Und er gehorcht, indem er überschreitet« in seinen Orpheus-Sonetten formuliert, lässt sich auch als Motto des Komponierens für Stimme lesen. Von Monteverdi bis heute versuchen Komponistinnen und Komponisten, den Möglichkeiten der menschlichen Stimme zu folgen und gleichzeitig diese Möglichkeiten des Singens und damit die Grenzen des Musiktheaters zu erweitern. Aus dem Inhalt: Singend sprechen – sprechend Singen oder Versuch einer Antwort auf die Frage, was der Gesang in der Oper zu suchen hat; Zwischen Kulturtransfer und Eigenständigkeit: Komponieren für Stimme in Italien und Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert; Von gut gemachten Kleidern, geläufigen Gurgeln und dem richtigen Ausdruck: Mozart und der Gesang; Belcanto und lange Melodien: Die Epoche Rossinis; Von »Nervenschocks« und »Gesangswohllaut«: Richard Wagner und der Gesang; »Befreiung der Stimme?« Post-tonales Singen bei Arnold Schönberg und Alban Berg; Mit der Seele statt mit der Kehle: Stimmfächer und Weiblichkeiten; Komponisten von Weltrang im Gespräch: John Adams, Chaya Czernowin, Peter Eötvös, Beat Furrer, Adriana Hölszky, Toshio Hosokawa, Helmut Lachenmann, Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Miroslav Srnka und Jörg Widmann.

Die Autoren des Handsbuchs sind Matthew Gardner, Anselm Gerhard, Nanny Drechsler, Michael Heinemann, Sabine Henze-Döhring, Sieghart Döhring, Rebecca Grotjahn, Arnold Jacobshagen, Tobias Janz, Silke Leopold, Stephan Mösch, Wolfgang Rathert, Christina Richter-Ibáñez, Dörte Schmidt, Uwe Schweikert, Thomas Seedorf und Arne Stollberg (ca. 400 S. mit Notenbeispielen und Abb., ca. 39,95 Euro).

 

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Jakob Peters-Messer, Regisseur der Parsifal-Neuinszenierung in Coburg (Premiere am 9. April) und einer der Hauptakteure bei der Podiumsdiskussion am Vormittag des 23. April im Grünen Saal der Harmonie, hat schon mal den Trailer zur der Produktion online gestellt. Nach dem Parsifal wird sich Peters-Messer intensiv Giuseppe Verdis Don Carlos widmen: Er inszeniert das Werk zum Auftakt der Jubliäumsspielzeit »325 Oper in Leipzig«, wo eine ganze Saison lang gefeiert wird, unter anderem auch mit einer Tannhäuser-Neuinszenierung von Wagner-Urenkelin Katharina Wagner. Zu Don Carlos teilt das Opernhaus mit: »Als Kontrapunkt zum Reformationsjubiläum 2017 eröffnet am 30. September 2017 Giuseppe Verdis großes Historiendrama Don Carlo in der Regie von Jakob Peters-Messer die Opernsaison. In der tragischen Hauptfigur, interpretiert von Gaston Rivero, einem Schüler von Plácido Domingo, spiegelt sich der Konflikt aus Liebe, Macht und Politik in einer Welt, in der die katholische Kirche als Instanz die Verhältnisse kontrolliert. […] In seiner wohl düstersten Oper entwirft Verdi nach Schillers gleichnamigem Drama eine klaustropho­bische Welt, in der Liebe und Gefühl vor dem Hinter­grund eines kompromisslosen Machtsystems und ­fanatischer Religiosität zum Scheitern verurteilt sind. Keine andere Oper hat Verdi so häufig redigiert wie Don Carlo, insgesamt erstellte er nicht weniger als sieben Versionen. In Leipzig erklingt die vieraktige Mailänder Fassung, in der Verdi die Protagonisten mit unerreichter psychologischer Sensibilität gestaltet. Regisseur Jakob Peters-Messer zeichnet in seiner Insze­nierung ein kafkaeskes Labyrinth der Zwänge, das ­unweigerlich in die Katastrophe führt – Freiheit heißt letztlich nur der Tod.«

 

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Thomas Goerge, der am 22. April mit einer multimedialen Performance den Auftakt zu unserer »Parsifal«-Werkstatt gibt, erarbeitet momentan am Theater Trier ein Musiktheaterprojekt zu Wagners Ring, das am 7. April uraufgeführt wird. Es ist betitelt mit Ring-Babybabyballaballa und versucht den tiefliegenden archetypischen, oneirologischen (griech. oneiros, der Traum) und globalen Kern des »Rings« freizulegen. Das Gerüst der Inszenierung besteht aus zwei Säulen. Die eine ist Wagners »Ring«, die andere die Spiegelung der »Ring«-Geschichte in den Mythen der Welt. Diese werden vom südafrikanischen Komponisten Richard van Schoor vertont. Beide Stränge werden musikalisch, szenisch und bildnerisch

miteinander verwoben. Das Musiktheater-Projekt Ring-Babybabyballaballa schaut sich Wagners »Ring« durch die Brille Samuel Becketts und eines afrikanischen Schamanen an. Die Interpretation ist eine Collage, eine Stilmischung aus isländischer Vorzeitsaga, Traumdeutung, Hollywoodglamour, Kasperldrastik, afrikanischer Dodo-Oper, Nō-Theater und Psychothriller. Sie wirft einen globalisierten Blick auf die deutsche Nibelungensage, eine Geschichte über Gier, Mord, Verrat und Liebe. Thomas Goerge zeichnet verantwortlich für die Regie und das Libretto, als Art Director fungiert an seiner Seite Daniel Angermayr, mit dem er unter anderem gemeinsam das Bühnenbild zu Christoph Schlingensiefs Bayreuther »Parsifal«-Inszenierung geschaffen und ein Projekt an der Wiener Kammeroper inszeniert hat. Wer sich ein Bild von Thomas Goerge machen will, kann verschiedenste Medien benutzen:

http://www.thomasgoerge.de

http://thomasgoerge.blogspot.de

https://www.instagram.com/thomasgoerge/

https://www.facebook.com/Goerge-Thomas-1599146340353410/

https://vimeo.com/user41905614

https://www.youtube.com/channel/UCpkLAGeXYB7He27R7zgZewg

https://twitter.com/ThomasGoerge  


Wege zur Erkenntnis

Regisseur Jakob Peters-Messer hat uns folgenden Text überlassen, den er für das Programmheft der Coburger »Parsifal«-Neuinszenierung verfasst hat. Die Pressefotos stammen von Andres Kremper.


Durch Mitleid wissend

Wer ist Parsifal? Wer ist es, der den kranken Amfortas heilt? Wagner beschreibt ihn in der Prophezeiung, die Amfortas zukommt: »Durch Mitleid wissend, der reine Tor.« Der utopische Mensch der Zukunft, der durch Mitleid, durch Empathie, durch Zuwendung zum Gegenüber, zur Natur, zur Schöpfung wissend wird. Die Entwicklung Parsifals innerhalb der drei Akte der Oper beschreibt fast ein Menschenleben, von unbedarfter Jugend bis zu geläuterter, aber auch ermüdeter, schwer erkämpfter Reife. Der Weg eines Heiligen. Der Weg Buddhas. »Wer ist der Gral?«, fragt Parsifal im 1. Akt. »Das sagt sich nicht« antwortet Gurnemanz. Ja, denn der Gral ist nicht nur ein Gegenstand, sondern auch eine Idee, das, was wir in ihm sehen, in ihm suchen. Und der Weg dahin ist ein Weg der Erkenntnis, ein spiritueller Weg. »Kein Weg führt zu ihm durch das Land, und niemand könnte ihn beschreiten, den er nicht selber möcht geleiten.« Ein Weg auch der Heilung. Heilung von Verletzungen. Heilung von persönlichen und ideologischen Zwängen. Diese innere Verwandlung, die Wagners letztes Werk in uns anstoßen will, ist faszinierend. Gleichwohl sollten wir uns davon nicht esoterisch vernebeln lassen.

 

Selig im Glauben

Am Ende des 1. Akts zeigt Richard Wagner so etwas wie eine Messe, die das Publikum lange dazu veranlasste, am Ende der Musik andächtig schweigend zu verharren, anstatt in Applaus auszubrechen. Was für ein Missverständnis. Denn es ist ein kranker Ritus, ein sinnentleerter Ritus, der uns hier vorgeführt wird. Eine Gemeinschaft von Männern – denn Frauen bleiben ausgeschlossen – hat zunächst hohe Ziele. Sie will das Gute in die Welt bringen, Bedrängten helfen. Aber können wir das Gute in die Welt bringen, wenn wir es mit Waffen tun? Denn es sind ja Glaubens-Kämpfer, es sind ja Ritter. Und das entspricht nicht dem, was Jesus von Nazareth ihnen vorlebt, ihnen vorgibt: Liebe deinen Feind mehr als dich selbst. Halte auch die andere Wange hin. Da ist gleich am Anfang ein Defizit. Sie kämpfen mit Waffen und sie schließen Frauen aus, müssen enthaltsam sein. Und zwar nicht aus freiem Willen, sondern weil es ein Gebot ist. Und natürlich: Wenn man die Sexualität ausschließt, dann entstehen Probleme. Amfortas wird bei dem sexuellen Abenteuer, bei dem er den Speer verliert, unheilbar verwundet. Diese Wunde ist das Symbol für Siechtum, für die Krankheit dieser Rittergemeinschaft, die in einem religiösen Rausch – das zeigt uns Wagner hier am Ende des 1. Akts – wie aus einer Droge Kraft saugt, um sich wieder zu einer Gottesarmee, zu Gotteskämpfern zu formieren. Man könnte sogar sagen, dass Wagner in der Enthüllung und im Aufglühen des Gral einen Akt der Ersatzsexualität zwanghaft keuscher Männer inszeniert. Nur hat der alte Zauberer alle Mittel aufgewandt, um diesen Vorgang sakral zu überhöhen. Also Vorsicht vor den falschen Fährten, auf die Wagner lockt. Es ist eine kranke Welt, die er hier zeigt, eine Welt, die erlöst, die geheilt werden muss.

 

Nein, nicht die Wunde – das Sehnen ist’s

Klingsor und Amfortas: Beide leiden an einer Wunde, an einer Verletzung, die mit Sexualität zu tun hat. Ursprünglich ist auch die Wunde, die Klingsor Amfortas mit dem entwendeten Speer zufügt, die gleiche Kastrationswunde wie die, die Klingsor sich selbst zugefügt hat, um »die böse Lust« in sich zu töten. Wagner spricht in einem frühen Entwurf zu »Parsifal« von Amfortas’ Wunde »am Schenkel«, was mehr als deutlich macht, dass es sich um eine ähnliche Wunde handelt. Erst später im Entstehungsprozess der Oper ist sie dann zur Wunde an der Seite und zur christusgleichen Wunde geworden. Wie dem auch sei: es bleibt die Tatsache, dass die Verletzungen der beiden Männer ihren Grund in der zwanghaften Verweigerung von Sexualität haben. Klingsor und Amfortas gehen also eine eigenartige Symbiose ein, die im 2. Akt zu einer Verdichtung führen kann. Klingsor zwingt Kundry Parsifal zu verführen, so wie sie bereits vorher Amfortas verführt hat. In dem Moment des Kusses, der eigentlich Kundrys Sieg über Parsifal sein soll, erscheint Klingsor im Hintergrund, um Parsifal mit dem Speer zu treffen, genauso wie alle anderen Ritter und auch Amfortas vorher. Parsifal aber lässt sich nicht verführen. Im Gegenteil: Der Kuss wird zum Erweckungsmoment, der Parsifal zu einem anderen werden lässt. Er sieht den leidenden Amfortas vor sich. Und zwar ganz real: Denn Klingsor wird zu Amfortas. In der Stimme Kundrys hört er die Stimme der Verführung, wie sie auch Amfortas vernommen haben mag. Und nun blendet die Szene über in die Geschichte der Kundry, die sich plötzlich ihrer eigenen Existenz klar wird. Ihr Fluch ist, dass sie Jesus am Kreuz verlachte, den liebenden Blick des Erlösers nicht erwidern konnte. So will Wagner ihre Existenz begründet sehen. Deshalb ist sie dazu verdammt, in ewigen Kreisläufen immer wieder neu die Männer zu verführen, immer wieder Sex zu haben ohne Liebe. Parsifal sieht also die Verführung des Amfortas. Und für Kundry wird Amfortas Jesus. Den Gekreuzigten will sie liebkosen. Der Gekreuzigte verwandelt sich zurück in Amfortas, der – »ein Sünder sinkt mir in die Arme« – schwach wird, vernichtet ist und am Boden liegen bleibt. Und sie, auf der Suche nach dem nächsten Opfer, nach dem nächsten Erlöser, sieht einen neuen Jesus vor sich. Es kommt zur Szene der Kundry als Maria Magdalena am Fuß des Kreuzes. Und nun wacht Parsifal wie aus einer Trance auf, spricht zu ihr und es beginnt eine ziemlich konkrete Szene, in der sie seine Zuwendung als erotisches Angebot missversteht. Hier kann es noch zu keiner Lösung kommen. Kundry ruft um Hilfe. Amfortas verwandelt sich zurück in Klingsor und bedroht Parsifal mit dem Speer, der nun aber keine Gewalt mehr ausübt. Parsifal ergreift den Speer. Klingsor sinkt wie tot zu Boden. An ihm wirkt Parsifal seine erste Heilung. So wie später bei Amfortas.

 

Wie anders schreitet sie als sonst

Nach diesem psychedelischen Wahn gelangen wir benommen, erschöpft, aber auch geläutert in den 3. Akt. Wie Kundry. Eine Provokation Wagners liegt darin, dass sie zum Schweigen verdammt ist und nur zwei Worte herausbringt: »Dienen – dienen«. Das erscheint heute schwer erträglich. Es stellt sich dann aber heraus, dass sie eine vollkommen gleichberechtigte Partnerin in der Szene mit Parsifal und Gurnemanz ist. Wie eigenartig: Gurnemanz redet unablässig. Parsifal spricht wenig und ist mit sich selbst beschäftigt. Und Kundry spricht gar nicht. Wie gelingt es Wagner nun, dass wir uns dennoch irgendwann gar nicht mehr fragen, warum sie nicht spricht? Vielleicht, weil sie schon eine andere Bewusstseinsebene erreicht hat und einen Schritt weiter ist als alle anderen, weiter auch als Parsifal oder gar Gurnemanz. Der bemerkt gleich am Anfang »Wie anders schreitet sie als sonst«. Auch ist sie es, die Parsifal zuerst bemerkt, bevor Gurnemanz ihn sieht. Damit ist schon in Wagners Regieanweisung ein Hinweis darauf gegeben, dass sie in ihrem Denken, in ihrem Handeln einen Schritt voraus ist. Auf mystische Weise scheint sie mit der Zukunft schon eins zu sein und initiiert in gewisser Weise das, was im 3. Akt geschieht. Als bewusste und selbstbewusste Entscheidung verlieren dann auch Kundrys Worte »Dienen – dienen« alles Unterwürfige, obwohl sie vielleicht in dem Moment am Boden Laub zusammenrafft oder das Bett des Gurnemanz macht. Die Kunst des Loslassen-Könnens. Vielleicht muss es auch irgendwann einmal sein, dass man nichts mehr sagt. Der seine Umwelt mit unablässigen Monologen nervende Richard Wagner wird selbst am besten gewusst haben, was er da schreibt.

 

Ich sah sie welken, die einst mir lachten

Der Karfreitagszauber ist für Parsifal der Moment, in dem nun endlich der Staub und damit die ganze Last seines Weges von ihm abfällt. Und gerade hier erinnert er sich an die Blumenmädchen: »Ob sie wohl auch nach Erlösung schmachten?« Wir hatten diese Blumenmädchen im 2. Akt als kindliche Verführerinnen, als kleine Lolitas mit rosa Kuschelhasen gesehen, wie sie »im kindlichen Spiele«, aber auch ein bisschen krank – es sind ja Zauberfiguren, Geschöpfe des Klingsor – versuchten, Parsifal zu verführen. Wagner hat hier sicher auch eigene Obsessionen ins Bild gebracht. Um sich dann davon zu reinigen. Im 3. Akt findet Parsifal in den herumliegenden Mülltüten einen verrotteten Hasen, wie eine Erinnerung an eine ferne Vergangenheit, an ein möglicherweise anderes Leben, in dem diese Kindfrauen ihn bedrängten. Und nun erscheinen im Karfreitagszauber, in der Verwandlung, im Aufleben der Natur, diese Frauen, genau wie Kundry völlig verändert. Sie heben das tote Laub auf, die Reste der abgestorbenen Natur und tragen sie wie etwas Wertvolles, wie Reliquien in einem mystischen Zug nach hinten von der Bühne. Auch sie sind – befreit von sexistischen Klischees – schon einen Schritt weiter als die Männer, die noch der Heilung bedürfen.

 

Erlösung dem Erlöser

Die ganz heruntergekommenen Gralsritter schleppen sich mit dem Sarg Titurels auf die Bühne. Amfortas taumelt hinter ihnen her mit dem Gral. Ein Gang nach Golgatha. Aber Parsifal schließt die Wunde des Amfortas und erlöst damit symbolisch den Erlöser. »Erlösung dem Erlöser«. Jesus muss nicht mehr am Kreuz für uns bluten. Es muss keinen Erlöser, keinen Heiland mehr geben, der unsere Schuld trägt, der für uns stirbt und das Leid der Welt auf sich nimmt. Weil wir alle Jesus oder ein Teil von Jesus werden? Die letzte Aktion, die in der realen Handlung der Oper stattfindet, ist die Heilung des Amfortas durch Parsifal mit dem Speer. Dann setzt auch die Heilung der Ritter ein, die sich langsam zurückziehen. Die Bühne leert sich immer mehr. Gral und Speer, die Symbole des Weiblichen und des Männlichen, werden zusammengeführt, die Gegensätze vereint. Damit ist der Heilungsprozess dieser »Parsifal«-Welt, in der wir uns die ganze Zeit befanden, abgeschlossen. Die Musik schwingt sich ein in zielloser Harmonie, die endlos so weiterklingen könnte. Die Lanze kann Kundry ablegen. Parsifal folgt mit dem Gral. Alles wird am Sarg des Titurel niedergelegt. Und Kundry geht vor, gefolgt von Parsifal. Beide verlassen den Raum, in dem die Reste, die Reliquien dieser »Parsifal«-Welt übrig bleiben. Sie gehen weiter auf einem Weg, der vielleicht nie zu einem endgültigen Ziel führen kann. Und während sie die Bühne verlassen, erklingt von fern »Erlösung dem Erlöser«. Sopran, Alt, Tenor, Bass: Zum ersten Mal überhaupt in der Oper singen alle weiblichen und männlichen Stimmen ineinander verschlungen zusammen. So heilt Wagner die Welt. Und ein wenig auch sich selbst. In der Überwindung von Zwang und Trennung öffnen sich Wege zu (Er)Lösung und Befreiung.

 


»Parsifal«-Werkstatt 22./23. April 2017

Begleitend zur Coburger Neuinszenierung von Richard Wagners Bühnenweihfestspiel »Parsifal« veranstaltet der Richard-Wagner-Verband Bamberg gemeinsam mit dem Landestheater am 22. und 23. April 2017 ein Symposium, das sich sowohl an Wagner-Neulinge wie -Fortgeschrittene

richtet. Die so genannte »Parsifal«-Werkstatt startet am 22. April im Grünen

Saal der Harmonie in Bamberg mit Einführungen, Vorträgen und Gesprächen, die

jeweils maximal 30 Minuten dauern. Die Referenten sind Künstler wie Thomas

Goerge, Roland Kluttig und Roman Payer, Autoren, Musikjournalisten und

-wissenschaftler wie Tom Artin, Stephan Mösch, Holger Noltze und Sabine

Zurmühl, der Coburger Intendant Bodo Busse sowie einige Studenten der

Philologie des Mittelalters an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter

ihrer Professorin Ingrid Bennewitz. Der Tag endet mit einer geschlossenen

Vorstellung des Films »Perceval le Gallois« von Eric Rohmer aus dem Jahr 1978

(in französischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln). Am 23. April

folgt wiederum in Bamberg eine Podiumsdiskussion mit Referenten sowie Regisseur

Jakob Peters-Messer und Dirigent Roland Kluttig vom Leitungsteam der Coburger

»Parsifal«-Produktion. Am Nachmittag – und zum krönenden Abschluss – fährt per Bus eine große Besuchergruppe aus Bamberg zur um 16 Uhr beginnenden Vorstellung im Großen Haus des Landestheaters.

 

»Parsifal« Symposium in Bamberg & Coburg

To accompany the new staging of Wagner's "Parsifal" in the Coburg theatre, Bamberg's Wagner Society offers a symposium for both beginners and "perfect Wagnerites" from April 22nd to April 23rd 2017. This "Parsifal-Werkstatt" begins in Bamberg with lectures, recitals and talks of around 30 minutes each; the speakers include artists such as Thomas Goerge, Roland Kluttig and Roman Payer, authors and music-journalists such as Tom Artin, Stephan Mösch, Holger Noltze and Sabine Zurmühl, Bodo Busse, director of the Coburg theatre, in addition to students of medieval philology and their instructor, Professor Ingrid Bennewitz. In the evening, an exclusive screening of Eric Rohmers 1978 film "Perceval le Gallois" will follow the day's events. On the morning of the second day, again in Bamberg, the event continues with a panel discussion with the Coburg production team (stage director: Jakob Peters-Messer, conductor: Roland Kluttig) and some of the speakers. In the early afternoon we take a bus to Coburg and will attend a performance of "Parsifal".

 

Thomas Goerge: Titelbildmotiv zu dem Bilderbuch Jump'n'Grail Parsifal! © Amatl Verlag Hallbergmoos
Thomas Goerge: Titelbildmotiv zu dem Bilderbuch Jump'n'Grail Parsifal! © Amatl Verlag Hallbergmoos

 

»PARSIFAL«-WERKSTATT

RICHARD-WAGNER-VERBAND BAMBERG

in Zusammenarbeit mit dem LANDESTHEATER COBURG

 

Zeit: 22. und 23. April 2017

Ort: Grüner Saal der Harmonie, Schillerplatz 7, 96047 Bamberg, und

Landestheater Coburg, Großes Haus, Schlossplatz, 96450 Coburg

 

Schirmherr: Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg

 

PROGRAMM

SAMSTAG, 22. APRIL 2017

 

Werkstatt vormittags (Grüner Saal der Harmonie)

 

10 Uhr: Begrüßung

Dr. Jasenka Roth, 1. Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Bamberg, und Dr. Christian Lange, 2. Bürgermeister der Stadt Bamberg

 

10.10 Uhr: »Parsifal« für Anfänger

Eine unkonventionelle Einführung von und mit Thomas Goerge aus Hallbergmoos, Künstler, Regisseur, Bilderbuchautor von »Jump’n’Grail Parsifal!«, u.a. Bühnenbild für »Parsifal« in Bayreuth 2004 bis 2007 in der Inszenierung von Christoph Schlingensief unter Pierre Boulez.

 

10.40 Uhr: Wer ist Parsifal heute, wer ist er für mich?

Studenten des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter Prof. Dr. Ingrid Bennewitz präsentieren ihre subjektive Parsifal-Sicht. Anschließend: Eine frühe Quelle in später Umsetzung: Chrétien de Troyes und Eric Rohmers Film »Perceval le Gallois« von 1978 – eine Einführung von Ingrid Bennewitz aus Bamberg.

 

Pause (15 Min.)

 

11.30 Uhr: Wer ist Kundry?

Die Mediatorin, Journalistin und feministische Autorin Sabine Zurmühl aus Berlin, die aktuell an einer Cosima-Wagner-Biographie arbeitet, bringt uns über Kundry, die »Urteufelin, Höllenrose«,  auf den neuesten Stand. 

 

12 Uhr: »Parsifal« für Fortgeschrittene

Tom Artin aus New York, Autor von »The Wagner Complex: Genesis and Meaning of The Ring«  und »What Parsifal Saw«, spricht über »Parsifal« aus psychoanalytischer Sicht.

Mittagspause 12.30 bis 15 Uhr

 

Werkstatt nachmittags (Grüner Saal der Harmonie)

 

15 Uhr: »Parsifal« als theatraler Kommunikationsprozess

Prof. Dr. Stephan Mösch, ausgebildeter Sänger, Musikjournalist, Professor für Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters in Karlsruhe sowie Autor u.a. des Standardwerks »Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners Parsifal in Bayreuth 1882–1933« beleuchtet ideengeschichtliche und aufführungsästhetische Hintergründe der Gralsoper.

 

15.30 Uhr: Wie dirigiert man »Parsifal« in Coburg?

Wir dirigiert man den für die Festspielhausakustik komponierten »Parsifal« in einem Haus wie dem Landestheater Coburg? Roland Kluttig, seit der Saison 2010/11 dort Generalmusikdirektor und Gastdirigent an Opernhäusern in Schweden und Frankreich sowie in Leipzig, Frankfurt und regelmäßig in Stuttgart, berichtet von seinen Erfahrungen.

Pause (15 Min.)

 

16.15 Uhr: Parsifal mit s und f oder z und v?

Zu dieser Frage und Wagners Umgang mit der Vorlage Wolframs von Eschenbach spricht Prof. Dr. Holger Noltze, Musik-, Medien- und Literaturwissenschaftler aus Dortmund, Musikjournalist sowie Autor von u. a. »Wagner für die Westentasche« und »Liebestod. Wagner, Verdi, Wir«.

 

16.45 Uhr: »Der ist’s, der einst den Schwan erlegt«

Gespräch zwischen Intendant Bodo Busse und Generalmusikdirektor Roland Kluttig vom Landestheater Coburg mit dem österreichischen Tenor und vormaligen Ensemblemitglied Roman Payer zu dessen Rollendebüt als Parsifal in der Coburger Neuproduktion.

Ende der Vorträge

 

Werkstatt abends (Grüner Saal der Harmonie)

20 bis 22.15 Uhr: »Perceval le Gallois«

Geschlossene Vorstellung mit Eric Rohmers Film aus dem Jahr 1978 (in französischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln) 

 

 

SONNTAG, 23. APRIL 2017

 

Werkstatt vormittags (Grüner Saal der Harmonie)

 

10 bis 11.30 Uhr: Öffentliches Podiumsgespräch

Wie realisiert man 135 Jahre nach der Uraufführung Richard Wagners Bühnenweihfestspiel? Podium  mit Jakob Peters-Messer (Regisseur) und Roland Kluttig (Dirigent) vom »Parsifal«-Leitungsteam aus Coburg sowie mit Werkstatt-Referenten. Moderation: Holger Noltze.

 

Werkstatt nachmittags und abends

(Landestheater Coburg, Großes Haus)

 

14 Uhr: Fahrt zur »Parsifal«-Aufführung

Bus ab Schillerplatz nach Coburg zur Vorstellung um 16 Uhr, Rückkunft in Bamberg ca. 22.30 Uhr

 

Ausstattungskonzept für die »Parsifal«-Neuinszenierung in Coburg (Bühnenbild und Licht-Design: Guido Petzold)
Ausstattungskonzept für die »Parsifal«-Neuinszenierung in Coburg (Bühnenbild und Licht-Design: Guido Petzold)

 

Ende der »Parsifal«-Werkstatt

Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten

 

 

KOSTEN UND ANMELDUNG

 

Für vereinsexterne Teilnehmer

Tagungsgebühr nur zu den Vorträgen: 25 Euro; Tagungsgebühr inklusive Filmeintritt, Opernkarte der ersten Preiskategorie, Bustransfer Bamberg-Coburg und zurück: 90 Euro (geringe Preisänderung bei weniger als vierzig Teilnehmern vorbehalten); Übernachtung mit Frühstück im Hotel Bamberger Hof: Einzelzimmer 85 Euro pro Nacht, Doppelzimmer 130 Euro pro Nacht im Hotel Bamberger Hof; Anmeldeschluss 15. März 2017.

 

Am 24. April vormittags bietet RWV-Vorsitzende Dr. Jasenka Roth bei mindestens zehn Anmeldungen außerdem eine kostenlose Führung im Bamberger Dom an, die sich auch für jene lohnt, die ihn schon zu kennen glauben.

 

Für Mitglieder des RWV Bamberg

Die Tagungsgebühr entfällt; Filmeintritt, Opernkarte der ersten Preiskategorie, Bustransfer Bamberg-Coburg und zurück: 65 Euro (geringe Preisänderung bei weniger als vierzig Teilnehmern vorbehalten); Anmeldeschluss 3. April 2017.

 

Verbindliche Anmeldung und Überweisung

Anmeldungen mit Anzahl der Personen, Namen, Postanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Zahl der Übernachtungen bitte postalisch an: Richard-Wagner-Verband Bamberg, Robert-Koch-Str. 22, 96049 Bamberg oder per E-Mail unter dem Stichwort »Parsifal«-Werkstatt 2017 an roth@rwv-bamberg.de

 

Sobald die Teilnehmerzahl von vierzig erreicht wird, erhalten Sie von uns eine Zahlungsaufforderung. Die Teilnahmebuchung und Kartenvergabe erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs von Anmeldung und Überweisung der jeweiligen Kosten auf das Konto des Richard-Wagner-Verbands Bamberg e.V. bei der Sparkasse Bamberg, IBAN: DE85 7705 0000 0300 2814 41, SWIFT-BIC: BYLADEM1SKB. Wir empfehlen zumindest den Übernachtungsgästen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, da uns eine Rückerstattung nach erfolgter Zahlung nur möglich ist, wenn der absagende Teilnehmer einen Ersatz findet, der die gebuchten Leistungen übernimmt und bezahlt.

 

Konzeption und Organisation

Dr. Jasenka Roth, Monika Beer (RWV Bamberg) und Intendant Bodo Busse (LTC)

mit Unterstützung von

Hotel Bamberger Hof

Richard-Wagner-Verband International (RWVI)

Sparkasse Bamberg, Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege

Stadt Bamberg, Kulturförderung